Wer hilft in akuten Krisen am Tag, in der Nacht und am Wochenende?

Wenn Sie oder jemand aus Ihrem Umfeld tagsüber Hilfe benötigen, ist der behandelnde Facharzt oder die behandelnde Fachärztin zu verständigen. Wenn sie nicht erreichbar sind, können Sie den Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes hinzuziehen.

Selbstverständlich können Sie bei einer Gefährdung der betroffenen Person bzw. anderer Personen auch über den Notruf 112 die Feuerwehr bzw. über 110 die Polizei alarmieren. Die Mitarbeiterinnen und  Mitarbeiter werden die Situation einschätzen und wenn nötig die betroffene Person zur Abklärung in ein Krankenhaus bringen.

Krisen in der Nacht und am Wochenende

Wenn Sie oder jemand aus Ihrem Umfeld außerhalb der üblichen Praxiszeiten Hilfe benötigen, können Sie nachts und am Wochenende die bundesweite, kostenlose Nummer für den allgemeinärztlichen Bereitschaftsdienst 116117 nutzen. Sie brauchen keine Vorwahl zu wählen. Sie können ebenfalls die Ambulanz der zuständigen psychiatrischen Fachkliniken aufsuchen, die rund um die Uhr besetzt sind. Bei einer Gefährdung der betroffenen Person bzw. anderer Personen können Sie auch über den Notruf 112 die Feuerwehr bzw. über 110 die Polizei alarmieren.

Unterbringung nach dem PsychKG

Ist aus Sicht eines Facharztes oder einer Fachärztin eine Behandlung gegen den Willen des Betroffenen erforderlich, wird eine psychiatrische Unterbringung nach dem PsychKG (Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten) erwirkt. Die rechtlichen Voraussetzungen der Unterbringung prüft der zuständige Vormundschaftsrichter zeitnah in der Klinik. Eine weitergehende Unterbringung gegen den Willen des Betroffenen ist nur mit richterlichem Beschluss möglich.

Um eine solche Situation zu vermeiden, empfiehlt es sich, frühzeitig eine der niedergelassenen Facharztpraxen aufzusuchen bzw. sich Hilfe und Unterstützung über den Sozialpsychiatrischen Dienst oder die Sozialpsychiatrischen Zentren zu holen.

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